Fr. // 6.4. // 20.00 Uhr – synthetische Konglomeration. Eine Weise der Lesung.

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Gelesen wird von Alexej Licharew – Raumgefüster
Gerrit Dirks – Ach, mein Liebling spiel’s nochmal
Matthis Meiritz – Des Träumerichs Untergang

Musikalische Begleitung von Robin Mitko
Licht von оптик
und eine Einleitung gelesen von Leonie von Lieben

Die Kunst als Gestaltungstätigkeit sucht ständig ihre eigenen Grenzen, in denen sie sich begrenzt fühlt. Aus einem Freiheitsbedürfnis heraus drängt sie sich selbst mitsamt ihren Begrenzungen gewissermaßen zur Negation, damit sie in gewandelter Figuration erneut in Erscheinung treten kann. Dabei ist das Künstlerische die Synthese des Künstlers mit seinem Werk, die Verneinung der Kopie sowie die Bejahung selbsterzeugter Medialität.

Ein gärender Prozess, in siedendem Seim aus Rausch sich beschreibend, in einem flüchtigen  Gefilde, sinnhafter Möglichkeiten labyrinthischer Verhältnisse begehrenswerter Entdeckungen, in unserem vom Tod begleiteten Schaffen, als zarte Schönheit erkannt, und den Aufgang dieser gedämpften Farbigkeit, als ein betäubtes Aquarell, nackt auf einem Tisch zur Betrachtung dargelegt.

Für einen Anklang der Divergenz im Kontinuum der Geschichtlichkeit philosophischer Ekstase verfällt das Wort in seine Teile. Indem daran angeknüpft sein möchte, konglomeriert sich der Gedankengang zu einem Aufruf der Empörung oder zur Annehmlichkeit des Vorgetragenen. Ob es Ihnen gänzlich gefällt oder weitestgehend missfällt, sei nun im Vorhinein in den leeren Raum gestellt, sodass erst im Gang des Vergehens die Einsicht in die Divergenz gelingt.

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Do. // 15.03. // 19 Uhr – Interaktive Lesung

Die politischen wie persönlichen Herausforderungen für engagierte Menschen steigen stetig. Doch wie gehen wir mit diesen Umständen klug um, ohne auszubrennen? Eine Antwort darauf liegt darin, die Krisen zum Anlass zu nehmen, um tiefer zu blicken und zu gehen. Was macht Aktivist*innen wie auch soziale Bewegungen widerstandsfähiger, kreativer und erfolgreicher? Wie sieht es aus mit der feinen Balance zwischen individueller Selbstverwirklichung und kollektiver Befreiung?

In einer zum ersten Mal systematisierten Form des Konzepts Nachhaltiger Aktivismus werden in diesem Handbuch verschiedenste Ansätze zusammengetragen, die Aktivist*innen bei der Entwicklung eines langfristigen Engagements helfen. Bei der Lesung werden ausschnittartig Teile aus dem Handbuch vom Autor vorgetragen und mit kleinen Übungen kombiniert.

 

Zur Person: Timo Luthmann (Jahrgang 1977) ist seit Mitte der 1990er Jahre in verschiedenen sozialen Bewegungen aktiv. Eine bewegte politische Reise von der Anti-AKW-Bewegung, zum Anarchosyndikalismus und dem Kampf gegen Sozialabbau, Medienaktivismus bis zum Autonomen Zentrum SubstAnZ in Osnabrück. Seit 2010 ist er im Rheinland und der Klimabewegung aktiv, bei ausgeCO2hlt organisiert und Mitinitiator der Kampagne Ende Gelände.

 

23. Juli – 18:00 Uhr // Kalatva Collective aus Indien

Hello, diesen Sonntag, am 23.07 um 18:00 Uhr tanzen und spielen Kalatva Collective aus Dehli im Handstand und Moral, wie toll!

So in etwa klingt das Programm:

That is what we got, when the earth was divided: We got the words, the sound, the dance, we got the beat.

„Die Teilung der Erde“ ( „The division of earth“) is a piece for dance and percussion, based on a ballad of Schiller. Dancer and Tabla player try to convey the story of the poet’s journey on earth, using German and Hindi poetry, beats, movements, loops and their own music compositions which combine both Hindustani and Carnatic classical music.
Kalatva Collective is a project founded by 3 young Delhi based artists, trained in different Indian classical art forms. They try to explore their art beside the conventions of the classical world, creating pieces in which music and dance interact, explore, and compliments each other, thus bringing out a whole new perspective to their art form.

 

Und falls ihr noch Bewegtbilder benötigt um euch zu überzeugen:

kommt alle und lasst uns einen schönen Sonntag haben.

 

 

Saturday – 24/06/17 – 5 p.m.

Infoveranstaltung ‚Die Blicke der Anderen‘

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informative meeting ‚Die Blicke der Anderen‘

Das Projekt ‚Die Blicke der Anderen‘ organisiert gemeinsame Ausflüge von und mit Geflüchteten, Anwohner*innen und Ehrenamtlichen an verschiedene Orte im Leipziger Westen. Dolmetscher sind die ganze Zeit dabei, Deutschkenntnisse also nicht zwingend notwendig. Neben den Ausflügen gibt es noch viele andere Möglichkeiten, sich in das Projekt einzubringen. Weitere Infos auf Facebook und unter http://die-blicke-der-anderen.blogspot.de.

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The project ‚Die Blicke der Anderen‘ organizes joint excursions for and with refugess, local residents and volunteers to various places in Western Leipzig. Professional interpreters will be there constantly so German skills are not essential. Along with the excursions there are many other ways to help and shape the project. Further information on Facebook or on http://die-blicke-der-anderen.blogspot.de

5.05 // speed dating // 19 uhr

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Der Frühling steht vor der Tür und haut dir seine Blumen um die Ohren. Doch dein Bedürfnis nach Nähe bleibt unerfüllt und Pärchen im Clara-Park mit Steinen bewerfen macht auch keinen Spaß mehr? Auf zum speed dating ins Handstand und Moral. Du weißt nicht wer kommt. Wir wissen es auch nicht. Klar ist nur: es wird gedatet und zwar schnell. und: jede_r datet jede_n*!

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Diiii. 09.05. Tag des Sieges im HaMo

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»der tag des sieges« (handstand&moral)
17.00 kuchen / 21.00 film

das handstand&moral lädt euch ein am 9.mai den tag des sieges gemeinsam
zu begehen. um 17.00 wollen wir einen kuchenbasar (gegen spende)
aufbauen und abends dann gemeinsam einen alten schwarzweiszfilm aus der
sowjetunion schauen. dasz wir diesen 9. mai mit euch feiern wollen; und
nicht den tag der befreiung am 08.05.; ist keine zufällige wahl. wenn es
anstatt von militärischen kategorien um ökonomische geht, dann hat die
bundesrepublik ganz klar den zweiten weltkrieg gewonnen; der reichtum
hier wurde und wird bezahlt durch die ausplünderung anderer länder und
menschen. oder um es deutlicher zu sagen: der deutsche lebensstandard,
fußend auf einem prinzip der selektion von minderheiten (»für alle
reicht es nun mal nicht..«), besitzt auch weiterhin politische realität.
eine reaktion auf dieses deutsche jahrhundert der sieger, die auch im
neuen nur die ruinierer sind, benötigt mit heiner müller gesagt eine
deutliche verweigerung des siegens. wenn wir jetzt den 9.mai feiern, der
nun zwar dem namen nach der tag des militärischen sieges ist, ist dieser
aber ein ökonomisch vollkommen nutzloser. damit wird er für uns zu einem
nicht-gebrauchsgegenstand mit dem neu gearbeitet werden kann. oder auch
kuchen gegessen.

kommt vorbei!