Frr. – Sonn. // 27.09. – 29.09.2019 // Ausstellung // Tina Mamczur – Copyshop (2019)

Wir tätowieren uns Rehe und träumen von Avatar, entfliehen mit dem SUV in die Wildnis und legen dazu Field-Recordings auf. Die Rauminstallation „Copyshop“ untersucht Einschreibungen in den Begriff der Natur und deren Instrumente seit den 1980er Jahren. Mit Blick auf die Welt des „Outdoor“ und auf ausgewählte Hollywood-Produktionen befragt sie zugehörige Naturvorstellungen und -Stereotype, die Konzeption des Anderen sowie die moderne Mythologisierung der Natur als Ort der Sinnfindung. Zwischen Labor, Shop und lebendigem Organismus setzt die Installation Materialien, Formen und innere Bilder in Beziehung zueinander. Inspiriert durch die Gedanken von Donna Haraway und Bruno Latour erzählt sie von Entstehung und Verfall, vom Abgrenzen und Einverleiben, vom Adaptieren und (hilflosen) Kopieren.

 

Fr 27.09. Eröffnung 18 Uhr

Sa 28.09. 14-20 Uhr

So 29.09. 12-18 Uhr

 

 

tina-mamczur.com

19.08. / 19 Uhr / INFO- UND VERNETZUNGSVERANSTALTUNG ERNÄHRUNGSSOUVERÄNITÄT

Liebe Interessierte,

vielleicht habt ihr schon davon gehört. Vom 19.-25. September 2019 findet das Klimacamp und die Massenaktion _Free The Soil_ statt: https://freethesoil.org/de/startseite/ [1]. Das internationale Free The Soil – Bündnis setzt innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung einen Fokus auf die Agrarindustrie. Yeah!

Damit hat die Nyéléni-Bewegung für Ernährungssouveränität (http://nyeleni.de/ [2]), die sich international dafür einsetzt, dass Menschen die Gestaltung ihres Lebensmittel- und Agrarsystems selbst in die Hand nehmen können, eine*n starke*n Partner*in im Kampf gegen die Agrarindustrie gefunden.

WAS HAT ALL DAS MIT DIR UND LEIPZIG ZU TUN?

(Eingeladen sind alle Menschen, die aktiv sind oder es werden wollen oder die sich einfach nur informieren möchten. Vorwissen ist nicht notwendig.)

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Di. 14. Mai /// Secret Magic Jam-Session

Die Zauberinnen und Zauberer des Magic Monday Leipzig treffen sich einmal im Jahr an einem geheimen Ort, um ihre Tricks auszutauschen. So auch in diesem Mai. Nach Sonnenuntergang kommen sie heraus und zeigen euch, was sie gelernt haben: Im Handstand & Moral. Eine kleine formlose Show, bei der ihr die aller aller neusten Experimente der Magie erleben dürft. Nicht nur das. Ihr könnt mitmachen. Kramt euren Zauberkasten heraus, schmökert in alten Hexenbüchern und testet eure magischen Talente! Eine Zauber-Jam-Session, bei der jede jeden hinter‘s Licht führt.

Start 20:30 Uhr
Eintritt frei

Stellungnahme

Liebe Freundinnen und Freunde,

Am 07.11.2018 hat Johannes Heinrichs im Rahmen einer Vortragsreihe des Studium Universale an der Universität Leipzig sein „ganzheitliches Demokratiemodell“ vorgestellt.

Im Nachgang fand im Handstand und Moral auf Anfrage eines in die Organisation des Vortrags involvierten Freundes/Bekannten eine Nachbesprechung mit Johannes Heinrichs statt.

Im Vorfeld haben wir es versäumt, ausreichend Recherchearbeit zu leisten.

In diversen Internetforen gibt es eine Reihe von Äusserungen Heinrichs einzusehen, die sich als sarrazin-affin, genderunfreundlich und nationalstaatenverherrlichend als solche darstellen, von denen sich das Handstand und Moral ausdrücklich distanzieren möchte: Wir stehen weiterhin für Vielfalt und linksemanzipatorischen Anspruch.

Wir verstehen das Handstand & Moral als einen offenen Veranstaltungsort. Das heißt u.a., dass wir Menschen ganz bewusst auf einer Vertrauensbasis die Nutzung des Raumes ermöglichen und auch nicht jede Veranstaltung bis ins kleinste Detail einem politischen Gesinnungstest unterziehen wollen. Und das soll auch weiterhin so bleiben. Ganz sicher nicht offen sind wir aber für diskriminierende oder rechtsoffene Äußerungen und Handlungen. Dabei ist der Vorfall mit Heinrichs uns eine Lehre, in Zukunft doch auch mal etwas genauer hinzuschauen, bevor wir Veranstaltungen einen Zusage geben.

Do. 6.9 // 19 Uhr // Vortrag und Diskussion – Neuorientierung von Wirtschaftswissenschaften an der Cusanus-Hochschule

„Worum geht ́s? 10 Jahre nach der großen Wirtschaftskrise steht
deutschlandweit auf Kongressen, im Deutschlandfunk und der Tagespresse eine
Frage im Raum: „Wie hat sich die Wirtschaftswissenschaft verändert?“ – An der
Mosel steht seit 2015 eine komplett neue „Hochschule für Querköpfe“ (FAZ 2017),
mit dem Ziel die Ökonomie neu zu erfinden.“ Weiterlesen

Fr. // 6.4. // 20.00 Uhr – synthetische Konglomeration. Eine Weise der Lesung.

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Gelesen wird von Alexej Licharew – Raumgefüster
Gerrit Dirks – Ach, mein Liebling spiel’s nochmal
Matthis Meiritz – Des Träumerichs Untergang

Musikalische Begleitung von Robin Mitko
Licht von оптик
und eine Einleitung gelesen von Leonie von Lieben

Die Kunst als Gestaltungstätigkeit sucht ständig ihre eigenen Grenzen, in denen sie sich begrenzt fühlt. Aus einem Freiheitsbedürfnis heraus drängt sie sich selbst mitsamt ihren Begrenzungen gewissermaßen zur Negation, damit sie in gewandelter Figuration erneut in Erscheinung treten kann. Dabei ist das Künstlerische die Synthese des Künstlers mit seinem Werk, die Verneinung der Kopie sowie die Bejahung selbsterzeugter Medialität.

Ein gärender Prozess, in siedendem Seim aus Rausch sich beschreibend, in einem flüchtigen  Gefilde, sinnhafter Möglichkeiten labyrinthischer Verhältnisse begehrenswerter Entdeckungen, in unserem vom Tod begleiteten Schaffen, als zarte Schönheit erkannt, und den Aufgang dieser gedämpften Farbigkeit, als ein betäubtes Aquarell, nackt auf einem Tisch zur Betrachtung dargelegt.

Für einen Anklang der Divergenz im Kontinuum der Geschichtlichkeit philosophischer Ekstase verfällt das Wort in seine Teile. Indem daran angeknüpft sein möchte, konglomeriert sich der Gedankengang zu einem Aufruf der Empörung oder zur Annehmlichkeit des Vorgetragenen. Ob es Ihnen gänzlich gefällt oder weitestgehend missfällt, sei nun im Vorhinein in den leeren Raum gestellt, sodass erst im Gang des Vergehens die Einsicht in die Divergenz gelingt.